Zentrum für extrakorporale Stoßwellentherapie

Duisburg

Knochendichtemessung und Osteoporosetherapie

Diagnostik, Beratung und Therapie bei der Osteoporose



Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochen an Stabilität verlieren. Dadurch können Knochenbrüche leichter entstehen — manchmal schon bei leichten Stürzen oder alltäglichen Belastungen. Besonders häufig betroffen sind Wirbelkörper, Hüfte, Handgelenk und Oberarm.


Eine frühzeitige Diagnostik ist wichtig, weil Osteoporose oft lange keine Beschwerden verursacht. Schmerzen treten häufig erst dann auf, wenn bereits ein Knochenbruch entstanden ist, zum Beispiel ein Wirbelkörperbruch.


Wann ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?


Eine Knochendichtemessung kann sinnvoll sein, wenn ein erhöhtes Risiko für Osteoporose oder Knochenbrüche besteht. Dazu gehören zum Beispiel:


  • Knochenbruch nach einem leichten Sturz
  • Wirbelkörperbruch oder Größenverlust
  • Osteoporose in der Familie
  • längere Einnahme von Cortison
  • bestimmte chronische Erkrankungen
  • frühe Wechseljahre oder Hormonmangel
  • Untergewicht
  • häufige Stürze oder Gangunsicherheit
  • Rauchen oder regelmäßiger Alkoholkonsum
  • bereits bekannte verminderte Knochendichte


Ob eine Messung empfohlen wird, hängt nicht nur vom Alter ab, sondern vom gesamten persönlichen Risikoprofil.



Wie läuft die Knochendichtemessung ab?


Die Knochendichtemessung erfolgt in der Regel mit einer sogenannten DXA-Messung. Dabei wird die Knochendichte meist an der Lendenwirbelsäule und an der Hüfte gemessen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und ist mit einer sehr geringen Strahlenbelastung verbunden.


Während der Untersuchung liegen Sie ruhig auf einer Untersuchungsliege. Eine spezielle Messeinheit fährt langsam über den Körper und ermittelt die Knochendichte. Eine Vorbereitung ist meist nicht erforderlich.



Warum reicht die Knochendichtemessung allein nicht immer aus?


Die Knochendichte ist ein wichtiger Baustein der Osteoporosediagnostik. Sie allein entscheidet aber nicht immer darüber, ob eine Behandlung notwendig ist. Entscheidend ist das persönliche Risiko für Knochenbrüche.


Daher berücksichtigen wir zusätzlich unter anderem:


  • Alter und Geschlecht
  • frühere Knochenbrüche
  • Sturzrisiko
  • Medikamente
  • Begleiterkrankungen
  • familiäre Belastung
  • körperliche Aktivität und Mobilität
  • Ergebnisse der Knochendichtemessung


Aus diesen Informationen wird das individuelle Risiko eingeschätzt. So lässt sich besser beurteilen, ob zunächst allgemeine Maßnahmen ausreichen oder ob eine gezielte medikamentöse Behandlung sinnvoll ist.


















Laboruntersuchungen bei Osteoporose


Zur vollständigen Osteoporosediagnostik gehört häufig auch eine Blutuntersuchung. Das Labor hilft dabei, mögliche Ursachen einer verminderten Knochenstabilität zu erkennen.


Dabei können unter anderem Werte untersucht werden, die Hinweise geben auf:


  • Vitamin-D-Mangel
  • Störungen des Calciumhaushalts
  • Nierenfunktion
  • Schilddrüsenfunktion
  • Entzündungen oder andere Grunderkrankungen
  • Störungen des Knochenstoffwechsels


Das Ziel ist, behandelbare Ursachen zu erkennen und die Therapie möglichst passend auszuwählen. Nicht jede Osteoporose entsteht gleich — deshalb ist eine sorgfältige Abklärung wichtig.


Festlegung der Therapieschwelle


Nach der Diagnostik wird entschieden, ob eine Behandlung empfohlen wird. Diese Entscheidung erfolgt anhand sogenannter Therapieschwellen. Damit ist gemeint: Ab einem bestimmten persönlichen Risiko für Knochenbrüche kann eine medikamentöse Osteoporosetherapie sinnvoll sein.


Die Therapieschwelle wird nicht allein durch einen einzelnen Messwert bestimmt. Vielmehr werden Knochendichte, Alter, Vorerkrankungen, Medikamente und bereits aufgetretene Knochenbrüche gemeinsam bewertet.


Je nach Ergebnis kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage:


  • Beratung zu Bewegung, Sturzvermeidung und Ernährung
  • Vitamin-D- und Calciumoptimierung, falls erforderlich
  • Kontrolle und Verlaufsmessung
  • medikamentöse Osteoporosetherapie bei erhöhtem Bruchrisiko
  • weitere Diagnostik bei unklaren Befunden


Ziel der Behandlung


Das Ziel der Osteoporosebehandlung ist es, das Risiko für Knochenbrüche zu senken, die Knochenstabilität zu verbessern und Mobilität sowie Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.


Welche Behandlung geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab. Deshalb besprechen wir die Ergebnisse der Knochendichtemessung, der Laboruntersuchungen und der Risikobewertung ausführlich mit Ihnen und legen gemeinsam das weitere Vorgehen fest.


Eine Osteoporosetherapie ist immer eine individuelle Entscheidung. Sie richtet sich nach dem persönlichen Risiko, möglichen Begleiterkrankungen, Verträglichkeit und Ihren persönlichen Bedürfnissen.

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